SPD Dielheim geht motiviert und mit neuem Vorstand in den Bundestagswahlkampf

Veröffentlicht am 17.07.2017 in Ortsverein

Motiviert für den Wahlkampf (Foto: Hans-Joachim Janik)

Gerhard Engelsberger neuer SPD-Vorsitzender in Dielheim

„Gerechtigkeit steht mehr denn je auf der Agenda“

Zu seiner Jahreshauptversammlung hatte der SPD-Ortsverein Dielheim am 7. Juli geladen und zwei Drittel aller Ortsvereinsmitglieder, sowie der SPD-Bundestagsabgeordnete Dr. Lars Castellucci und Dr. Andrea Schröder-Ritzrau und Dominique Odar vom SPD-Kreisvorstand waren zu dem Treffen gekommen, das kurzerhand in den Biergarten des "Löwen" verlegt worden war. Neben einem kurzen Rückblick auf die bisherige SPD-Arbeit in Dielheim standen die Neuwahlen des Vorstandes auf der Tagesordnung. Nach neun Jahren im Amt des Vorsitzenden kandidierte Klaus-Peter Steininger nicht mehr, so dass ein Personalwechsel anstand: Gerhard Engelsberger, seit seiner Pensionierung als Pfarrer der Wieslocher Christusgemeinde vor sechs Jahren in Dielheim wohnend, erklärte sich bereit, für das Amt des Vorsitzenden zu kandidieren und schlug zugleich Leonard Grünberg, den 17jährigen Schüler und SPD-Neumitglied als seinen Stellvertreter vor. Alexander Lucas als Kassierer und Hans-Joachim Janik als Pressreferent kandidierten erneut für ihre bisherigen Ämter. Als Beisitzer komplettieren Josef Blum, Frank Rieger und Markus Wodopia den Vorstand. 

Bei der anschließenden geheimen Wahl, die von Andrea Schröder-Ritzrau und Dominique Odar geleitet wurde, erhielten alle Kandidaten die vollen Ja-Stimmen. Keine „sozialistischen Verhältnisse“, sondern ein klarer Vertrauensbeweis für den neuen Vorstand. Als Revisoren wurden außerdem Monika Schwöbel-Stier und Michael Schneider gewählt. Auf den Kreisparteitagen vertreten Alexander Lucas und Klaus-Peter Steininger, sowie als Ersatzdelegierte Frank Rieger und Leonard Grünberg den SPD-Ortsverein.

Der SPD-Fraktionsvorsitzende im Dielheimer Gemeinderat, Markus Wodopia, blickte auf die großen Themen der laufenden Legislaturperiode zurück. Nachdem die Leimbachtalschule nun erfreulicherweise zur Gemeinschaftsschule wurde und somit der Schulstandort Dielheim mit einer eigenen weiterführenden Schule, die auch noch durch ein gutes pädagogisches Konzept überzeugt, gesichert ist, stehe nun die Sanierung des Schulgebäudes an. „Hier wird nicht nur die ohnehin längst überfällige energetische Sanierung umgesetzt, sondern es kann zugleich das neue pädagogische Konzept und der entsprechende Bedarf berücksichtigt werden“, so Wodopia. Während der Umbauphase werde auf dem Parkplatz unterhalb der Leimbachhalle eine Ausweichschule in Modulbauweise errichtet. „Das wird für die Gemeinde, die Schüler und Lehrer eine besondere Herausforderung. Der Umbau der Leimbachtalschule ist aber eine sinnvolle Investition in die Zukunft“, stimmten seine Fraktionskollegen Michael Schneider und Josef Blum mit ein. Die Bürgermeisterwahl, die am 7. Mai 2017 stattfand, brachte aus Sicht der Sozialdemokraten ein erfreuliches Ergebnis: Der u.a. von der SPD favorisierte Kandidat Thomas Glasbrenner konnte sich im ersten Wahlgang mit einem sehr überzeugenden Ergebnis durchsetzen. Wodopia berichtete, dass Thomas Glasbrenner am 30.6.2017 im Rahmen einer öffentlichen Gemeinderatssitzung in sein Amt eingeführt wurde. Man freue sich auf die Zusammenarbeit und zeigte sich zuversichtlich, dass seine Fachkompetenz Dielheim gut tun werde.

Thema von Wodopias Bericht waren auch die Kindergartengebühren, die nun erneut angehoben wurden – gegen die Stimmen der drei SPD-Gemeinderäte. Gemeinsam mit den BürgerInnen und dem grünen Gemeinderatsvertreter habe man versucht, diese unverhältnismäßige erneute Erhöhung zu verhindern. Durch die derzeitigen Mehrheitsverhältnisse im Gemeinderat habe man die Anhebung jedoch nicht verhindern können. Mehrere Diskussionsbeiträge kritisierten die nun beschlossene Anhebung, da die Eltern der jetzigen Kindergartenkinder nachholen müssten, was bei den vorherigen Jahrgängen versäumt wurde.

Der ebenfalls anwesende Bundestagsabgeordnete Lars Castellucci griff dieses Thema sogleich in seinem Bericht auf und betonte, dass die SPD in ihrem Regierungsprogramm für die Bundestagswahl die Gebührenfreiheit für Kindergärten fordere. Dies sei einer von vielen Gründen, sich für die Wahl von Martin Schulz und der SPD am 24. September einzusetzen, denn junge Familien und insbesondere Alleinerziehende sollten nicht für die Kindergartenbeiträge arbeiten, sondern der Kindergarten solle ihnen die Möglichkeit bieten, zu arbeiten und den Lebensunterhalt zu verdienen.

Castellucci lobte den Ortsverein Dielheim für seine zahlreichen Aktivitäten und nannte insbesondere den Kulturtreff, den er immer wieder gerne besuche. Mit dem neuen Ortsvereinsvorsitzenden Gerhard Engelsberger verbinde ihn seit langem eine enge Freundschaft. „Wir kennen uns schon ewig!“, plauderte Castellucci. „Wer hätte gedacht, dass Gerhard einmal SPD-Vorsitzender in Dielheim wird und ich diesen Wahlkreis im Deutschen Bundestag vertreten darf, als wir zusammen Gottesdienste der evangelischen Kirche in Wiesloch gestaltet haben – Gerhard an der Kanzel und ich an der Orgel.“

Castellucci warf einen Blick vier Jahre zurück: „Bei der letzten Bundestagswahl gehörte die Krim noch zur Ukraine, Trump war noch kein US-Präsident, es gab noch keinen Brexit und auch die große Zahl an Flüchtenden war nicht absehbar.“ Man brauche einen großen Zusammenhalt in Europa um diese und weitere Themen bewältigen zu können. In den nächsten Jahren stehe das Thema „Gerechtigkeit“ mehr denn je auf der Agenda und es sei gut, dass Martin Schulz das auch in den Mittelpunkt seiner Wahlkampagne gerückt hat. Die Schere zwischen Arm und Reich sei noch immer nicht aufgehalten. Die Einführung des Mindestlohns sei ein erster richtiger Schritt, von dem etwa vier Millionen Menschen in unserem Land profitieren. Er reiche aber noch längst nicht aus. „Es ist erschreckend, dass gerade die Ärmeren in unserer Gesellschaft sich politisch nicht beteiligen und den Wahlen fern bleiben, wie es eine Studie der Bertelsmann-Stiftung festgestellt hat“, berichtete Lars Castellucci. Dass diese Passage aus dem Armuts- und Reichtumsbericht der Bundesregierung auf Drängen der CDU gestrichen worden sei, sei bezeichnend für die politischen Schwerpunkte des bisherigen Koalitionspartners. Eines der Anliegen der deutschen Sozialdemokratie bei ihrer Gründung vor 154 Jahren sei die Einführung des allgemeinen Wahlrechts gewesen. Dass dieses nun auch in der Realität von allen gesellschaftlichen Schichten angewandt wird, dafür müsse sich die SPD auch heute noch einsetzen. Martin Schulz stehe mit einem beachtlichen Lebenslauf für diese Werte. „Ich mache gerne für ihn Wahlkampf“, so Lars Castellucci abschließend und motivierte die anwesenden Mitglieder in den Bundestagswahlkampf einzusteigen. Gleich am nächsten Tag verabredete man sich deshalb zum Tür-zu-Tür-Wahlkampf, der trotz heißer Temperaturen auch stattfand.  

Alexander Lucas

 

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