Funkhausgespräche in NRW zum Thema sexuelle Belästigung und Gewalt

Veröffentlicht am 02.02.2018 in Aktuelles

Danjela Jansen SPD Landtagsabgeordnete NRW

Die Aktuelle Debatte zu #meeToo sollte gerade bei uns nicht unter den Tisch fallen.

Zu erwähnen sei hierzu, das dieser Tage gesendete Funkhausgespräch des WDR 5 bei dem u.a. Daniela Jansen, Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) der NRW gemeinsam mit Prof. Dr. Stefan Hirschauer, Gender Studies Uni Mainz und Connie Walther, Filmregisseurin Redaktion Tobias Gehle, Gäste waren.

Das Gespräch, moderiert von Judith Schulte-Loh, befasste sich u.a. damit, dass Sexuelle Belästigung und Gewalt an Frauen durch #MeToo in den Fokus der öffentlichen Diskussion geraten ist. Und Welche Rolle dabei Macht, Machtmissbrauch und Abhängigkeiten nicht nur in Hollywood, sondern auch bei uns in Deutschland, spielen? -.

Der Fall des Regisseurs Dieter Wedel, der von mehreren Frauen schwerer sexueller Übergriffe beschuldigt wird, hat viele aufgeschreckt. Auch wenn hier wie in vielen anderen Fällen Aussagen gegen Aussagen stehen, so ist zu befürchten, dass diese Geschichte nur die Spitze des Eisbergs sein könnte. Was bedeutet es für die Beteiligten, dass solche Vorfälle jetzt öffentlich werden? Wie verändert die Diskussion das Verhältnis der Geschlechter? Welche Folgen hat die Debatte für die Frauen – und für die Männer? /Redaktion Tobias Gehle

Zusammenfassung:

Zwischenzeitlich werden die Generationsunterschiede zu den 80zigern deutlich. Heute ist die Sensibilität anders als zu dieser Zeit. Die aktuelle Altersklasse tritt anders auf und ist in einer größtenteils emanzipierten Gesellschaft aufgewachsen. Leider zeigt sich das nicht im politischen Alltag. Der Frauenanteil im Bundestag ist rückläufig. Das wird vor allem in der neu in den Bundestag eingezogenen Partei sehr deutlich. Doch selbst, dort wo Frauen in der Männerwelt Macht haben, sind die Machtverhältnisse nicht relevant oder frauenfreundlicher. 

Die Me#Too Debatte verändert das Verhältnis. Männer sind sensibler, da sie selbst nicht wissen wie sie ihr eigenes Verhalten einschätzen sollen mit dem Effekt Wertewandels. Das Unrechtsbewusstsein der männlichen Beteiligten steigt. Sie fühlen sich stärker unter Beobachtung. Die Übergriffe des Schwerenöters ist heute Nötigung und war früher ein Kavaliersdelikt. In der EU ist das bedeutendste Verbrechen Gewalt gegen Frauen. Leider hatte Istanbuler Konvention ohne Paragraphen bisher keine Durchschlagkraft, vor allem im öffentlichen Raum. Erst nach Silvester 2016 wurde dies in Deutschland als Gesetz aufgenommen. Gesetzestexte müssen Schritte folgen, die in der Gesellschaft etwas verändern. Das beginnt bereits in der Schule.

Der Blick auf Verhältnis der Frauen im öffentlichen Fernsehen zeigt sich

  •  im jungen Alter bis 30 ein ausgewogenes Geschlechter Verhältnis
  • dann bis etwa 50 1 : 2
  • bis 60 1 : 3 und
  • über 60jährige 1 : 4.
  • Ausgebildet werden etwa 40 % Frauen, danach liegt der Frauenanteil bei etwa 18 %.

In einer Feldstudie ist deutlich geworden, Bilder der Frauen/Männer und Inhalte die wir vermitteln schränken ein (Selbsteinschränkung). Die Repräsentation von Minderheiten kommt in den Medien zu kurz und hängt mit der Normierung von Formaten im TV zusammen, die sich nach Analysen und  Risikoaversion mit einer großen Angst, richtet. Die tatsächliche Gesellschaft wird nicht abgebildet. Zum Beispiel im Kinderfernsehen finden sich in

  • nonfiktionellen Formaten 1 Frauen zu 2 Männer
  • fiktionale Figuren 1 Frauen zu 3 Männer
  • Tieranimation 1 Frauen zu 9 Männer.

Verschiedene Konstellationen. Kriminologen Soziologen, versuchen Beziehungsmarkt zu verstehen. Viele der Männersind schüchtern irritiert, werden belästigt oder interessieren sich nicht. Auch auffällig ist das lästig Fallen, Übergehen von Grenzen (der Verhöhnten Jungs, im Glauben erzogen alles zu dürfen und von ihrer Mutter Nachsicht bewundert, treffen auf Frauen, die selbstbewusst sagen was sie wollen- worauf sie enttäuscht reagieren.

Es ist nicht auszuschließen, dass sich ein geringer Prozentteil von Frauen, gegenüber von Männern mit Gewalt agiert

  • 20-50% der Opfer sind Opfer sexueller Gewalt. Was die Gesellschaft nicht wahrnimmt, die meisten Gewaltopfer sind Männer, sie sind wehrhafter und gefährdeter.
  • 5-48% der Männer aggressiv (durch Alkohol) anfällig für Missverständnisse.

Tief ein gefräste Verhaltensweisen ändern sich nicht mit Genderseminaren. Sie müssen viel früher in der Erziehung ansetzen Sensibilität. Es muss weiter daran gearbeitet werden, denn es ist nicht nur Aufgabe der Politik Regeln und Gesetze zu schaffen. Die drei Komponenten Politik/Recht/Erziehung müssen sich zusammentun, so kann sich mehr entwickeln.

Nötig ist Sozialkompetenz:

Fähigkeit, Chance Missfallen/Unwillen erkennen und respektieren zu können, dies fehlt eher bei Männern.

Die Debatte fängt eben erst an, historische Phase des Sexismus und wird weitergeführt.

partiell zusammengefasst U. W.-S. 

 

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