Gemeinschaftsschule für Dielheim?

Veröffentlicht am 11.12.2012 in Kommunalpolitik

Patrick Merz im Gespräch mit den SPD-Vertretern

Zu einem Gedankenaustausch über die angedachte „Gemeinschaftsschule für Dielheim“ trafen sich vergangene Woche die Mitglieder der SPD-Gemeinderatsfraktion und des Ortsvereinsvorstandes mit Schulrektor Patrick Merz von der Leimbachtalschule.
Merz informierte zu Beginn über die Entwicklung der Schülerzahlen in Dielheim – auch im landesweiten Vergleich. Die Geburtenrate sei auch in Dielheim rückläufig, so musste er feststellen. Zwar seien für die Grundschulen (1.-4. Klasse) auch künftig genügend Schüler am Ort, jedoch würde ein weiterer Rückgang der Schülerzahlen für die Werkrealschule ernsthafte Probleme darstellen.

Dies sei ein Grund, warum man auf die von der baden-württembergischen Landesregierung als neue Schulform ins Leben gerufene „Gemeinschaftsschule“ aufmerksam geworden sei. Sie biete neue pädagogische Lehr- und Lernmethoden und ermögliche sowohl den Hauptschul-, als auch den Realschulabschluss und man könne nach der 10. Klasse auch auf ein Gymnasium wechseln, um dort dann nach drei weiteren Jahren das Abitur zu erlangen. Diese höhere Attraktivität einer Schule könne zu steigenden Schülerzahlen führen, so die Hoffnung des Schulleiters.
Die SPD-Vertreter zeigten sich sehr angetan von den Überlegungen, die Leimbachtalschule in eine Gemeinschaftsschule umzuwandeln. „Wir müssen dafür Sorge tragen, dass die Gemeinde Dielheim weiterhin attraktiv bleibt“, so Gemeinderat Josef Blum. Dazu gehöre auch eine moderne Schule. „Das ist die Leimbachtalschule aus heutiger Sicht – muss es aber auch künftig bleiben“, so Fraktionsvorsitzender Markus Wodopia. Die Voraussetzungen seien denkbar gut, so waren sich die Gesprächspartner einig. Man habe bereits eine Mensa, eine Kernzeitbetreuung und Erfahrungen, was den Ganztagsschulbetrieb angehe. Auch die Kooperation mit den örtlichen Vereinen und der Musikschule sind vorhanden und auf dieser Zusammenarbeit könne aufgebaut werden.
Aber auch die Hürden einer solchen Umstellung wurden im Gespräch schnell deutlich: Genügen die baulichen Gegebenheiten der Schule den Anforderungen an eine Gemeinschaftsschule, die viel Wert auf gemeinschaftliches Lernen und neue Unterrichtsformen legt und somit mehr Platzbedarf hat? Ist der Platz der Mensa ausreichend, wenn man davon ausgeht, dass durch den Ganztagsschulbetrieb der Klasse 5 bis 10 mehr Kinder in der Schule zu Mittag essen? Außerdem wurde klar, dass noch viel „Überzeugungsarbeit“ geleistet werden muss. Die neue Art zu unterrichten, die den Schülern ein individuelles Lerntempo ermöglicht, erfordere bei allen Beteiligten eine große Umstellung. In dieser Hinsicht wurde das bisherige Vorgehen von Rektor Merz gelobt, alle Beteiligten – auch den Gemeinderat – frühzeitig mit ins Boot zu holen und zu Informieren. Auch die Visitationen an Schulen, die bereits Gemeinschaftsschule sind oder bald werden bewerteten die SPD-Vertreter positiv. „Man muss es mal gesehen und erlebt haben“, so Patrick Merz, der einige paar Bilder und Videoclips von Schulbesuchen vorführte. An einem Schulbesuch im kommenden Jahr wollen einige der SPD-Vertreter auch teilnehmen.
SPD-Vorsitzender Klaus-Peter Steininger sicherte dem Schulleiter zu, dass man sich aktiv an der Diskussion beteiligen und mit Informationen Überzeugungsarbeit leisten wolle.
Nach dem Zeitplan gefragt, verwies Patrick Merz darauf, dass er derzeit in einer Phase der Information sei und auch einige Besuchstermine an anderen Schulen geplant habe. Im Frühjahr solle das abgeschlossen sein, danach müsse u.a. der Gemeinderat auch zustimmen. Immer zum 1. Oktober könnten beim Kultusministerium Anträge gestellt werden. Sollte dieser dann tatsächlich 2013 gestellt werden, so würden die ersten Klasse zum Schuljahr 2014/2015 starten.

Alexander Lucas

 

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