Katrin Altpeter bei der BIWU in Wiesloch

Veröffentlicht am 07.02.2016 in Wahlkreis

Die BIWU (Beschäftigungsinitiative Wiesloch und Umgebung) hatte dieser Tage Besuch von der Arbeits- und Sozialministerin Katrin Altpeter, die auf Einladung von Andrea Schröder-Ritzrau in den Wahlkreis 37 gekommen war. Dass sich die beiden trotz der vielen sozialen Einrichtungen im Wahlkreis von Andrea Schröder-Ritzrau die BIWU ausgesucht hatten, lag auch an der besonderen Situation, denn die BIWU stand nach dem Großbrand im letzten Jahr vor einem Neuanfang.

Bei einem Rundgang durch die neuen Räume der BIWU berichtete der 1. Vorsitzende Manfred Walter vom traurigsten Tag in der Geschichte der BIWU, als am 21. April 2015 ein Brand ihr Domizil und das gesamte Inventar vernichtete, von den Räumen bis zu den Fahrzeugen war nichts mehr vorhanden. In der Zeit danach hat die BIWU eine unglaubliche Hilfebereitschaft aus allen Teilen der Bevölkerung erfahren dürfen, von einer 10 Euro Spende bis hin zu großen Beträgen und Sachspenden, sodass am Ende die Spendensumme von 70 000 Euro und die vielen Sachspenden die BIWU in die Lage versetzte, weiterzumachen. Vorübergehen kam die BIWU auf dem Gelände des PZN unter.
Knapp sieben Monate später waren neue Räume gefunden, die zwar nur noch halb so groß wie die alten waren, aber die BIWU konnte mit ihrer wichtigen Arbeit, Langzeitarbeitslose für den Arbeitsmarkt zu qualifizieren, fortfahren.
„Die BIWU hat sehr motivierte Mitarbeiter, alle fühlen sich hier sehr wohl und die Arbeit bei der BIWU gibt ihnen das Gefühl, gebraucht zu werden“ berichtete der Geschäftsführer Peter Woßlick. Wie zum Beweis erzählte er von einem Tag, an dem eigentlich alle frei hatten und morgens trotzdem alle zur Arbeit gekommen seien. Vorstandsmitglied Günter Wittmann brachte es auf den Punkt, in dem er eine Aussage der Mitarbeiter zitierte: „Die BIWU hilft uns und wir helfen der BIWU“.  Jedes Jahr können etwa 20-25 Mitarbeiter in den Arbeitsmarkt vermittelt werden.
Sorgen bereiten der BIWU die geringeren Zuweisungen durch das Arbeitsamt und die reduzierten Eingliederungszuschüsse. Manfred Walter fragte nach Fördertöpfen bei Land oder Bund für außergewöhnliche Notsituationen wie die BIWU sie mit dem Brand erlebte, als ihre Existenz gefährdet war. Katrin Altpeter entgegnete, dass in der Tat bisher solche Fördertöpfe nicht existierten, sie es aber nach Stuttgart mitnehmen wolle. Katrin Altpeter zeigte sich sehr beeindruckt von der Arbeit der BIWU und sprach ihre Anerkennung aus: „Ganz selten habe ich eine solche Einrichtung wie die BIWU kennengelernt, hier wird mit Herz versucht, Menschen in Arbeit zu bringen.“  
Katrin Altpeter sprach das überaus erfolgreiche Landesarbeitsmarktprogramm an und die Investitionssumme von 73 Millionen Euro für die Qualifizierung und Beschäftigung u.a. auch für Langzeitarbeitslose. Kernstück sei der Passiv-Aktiv-Tausch. Hier werden Leistungen, die Langzeitarbeitslose sonst „passiv“ für ihren Lebensunterhalt bekommen (Hartz IV, Kosten für Unterkunft und Heizung), umgewandelt in Zuschüsse für Arbeitgeber, die den Langzeitarbeitslosen eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung anbieten und so deren Arbeitsleistung „aktivieren“.
Altpeter: „Wir haben in diesen fünf Jahre mit unserem Landesprogramm für gute und sichere Arbeit eine Menge bewegt im Land, nachdem die Vorgängerregierung die Mittel für Arbeitsmarktprogramme auf null heruntergefahren hatte.“
Lars Castellucci dankte Manfred Walter für sein Engagement und lobte seine Fähigkeit, alles zusammen zuhalten. Mit dabei hatte er auch einen Scheck über 500 Euro, den er Walter übergeben konnte. Das Geld sammelten Teilnehmer auf einer seiner Bundestagsfahrten.  
Andrea Schröder-Ritzrau bedankte sich außerdem bei Geschäftsführer Peter Woßlick für den interessanten Einblick in die Strukturen der BIWU und stellte fest, dass durch die BIWU der Wert der Arbeit wertgeschätzt würde und Langzeitarbeitslose wieder eine Struktur und Anerkennung erfahren.

 

 

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