Kulturtreff 2003 des SPD-Ortsvereins

Veröffentlicht am 05.06.2005 in Veranstaltungen

Schade, schade, schade, schade, schade, dass das schlechte Wetter am Sonntag vormittag scheinbar doch einige Bürgerinnen und Bürger davon abgehalten hat, den Kulturtreff, die Kleinkunstveranstaltung mit und für Dielheimer Bürger, zu besuchen.

Kinder waren die ersten, welche die Möglichkeiten des Kulturtreffs nutzen. Bereits drei Minuten nach Elf, kurz vor der offiziellen Begrüßung und Eröffnung des Kulturtreffs durch Markus Wodopia, wechselte auf dem Kinderflohmarkt das erste Spielzeug die Eigentümerin. Der Flohmarkt sollte Kindern die Gelegenheit bieten, überflüssiges oder überdrüssiges Spielzeug zu tauschen oder zu verkaufen.

Die Begrüßung wurde wetterbedingt etwas verschoben. Denn nach dem Ende des Regens, kurz vor Elf Uhr, begann das Trockenlegen der Tische und Bänke. Schließlich sollten die Besucher keine nassen Röcke und Hosen bekommen. Ein weiterer Grund für die Verspätung war die Begrüßung der SPD-Ortsvereinsvorstände des Wahlkreises durch Markus Wodopia, die einer Einladung von Gerd Weiskirchen folgten. Einige der Ortsvereinsvorstände blieben dann auch etwas länger bei uns.
Nicht alle Besucher haben die wirklich sehenswerte Bilderausstellung des Wieslocher Künstlers Rüdiger Oswald gesehen. 21 aus über 300 seiner Werke wurden im Obergeschoss der Scheune im Rathausnebengebäude präsentiert. Dieser Raum ist durch seine Beschaffenheit und Größe hervorragend dafür geeignet. Den ganzen Nachmittag stand der Künstler, der schon mehrere Förderpreise erhielt, Rede und Antwort zu Fragen über seine Werke.
Ganz schön mutig war das Dielheimer SPD-Mitglied Gerhard Wipfler. Er nutze den Kulturtreff für die Rezitation von Gedichten. Es war sein erstes Mal und er lieferte gleich ein so brillantes Feuerwerk, dass dem Publikum kaum Zeit zum Klatschen blieb.

Alle die gerne Oldies, Country- und Westersongs hören, waren bei unserer Band 84 genau richtig. Die echten Wieslocher, worauf Bandleader Reinhold Weisbrod wert legte, sind nicht nur durch unsere Kulturtreffs bekannt, sondern auch durch das Wieslocher Winzerfest. Sie spielten den ganzen Nachmittag nicht nur englische, sondern auch deutsche Songs. Und wenn auch niemand Tanzte, die Füße aller und die Oberkörper vieler waren in Bewegung und wippten im Takt mit.

Am späten Nachmittag, zur Kaffeetrinkzeit kam dann ein Augen- und Ohrenschmaus. Da trat - ach was trat - da tanzte die Lateinformation der Walldorfer Tanzschule Kronenberg auf. Zu Musik aus dem Musical Grease tanzten fünf hübsche Girls und fünf knackige Boys so gut, dass der Ruf nach Zugabe laut wurde. Er wurde so laut, dass er von ihnen nicht überhört werden konnte und sie noch Eins draufgaben, was vom Publikum mit kräftigem Applaus belohnt wurde.
„Kultur steht auch für Lebensweise und Lebensart“, sagte Markus Wodopia in seiner Eröffnungsrede, deshalb durften bei einem so abwechslungsreichen Programm natürlich nicht die entsprechenden Speisen und Getränke fehlen. So gab es nach dem Frühschoppen Bratwürste und Wurstsalat mit Pommes oder Brot und Käsebrote. Selbstverständlich gab es dazu Dielheimer Weine, Bier und Alkoholfreies. Am Nachmittag gab es dann noch Kaffee und Kuchen.
Markus Wodopia sagte in seiner Eröffnung zur Bilderausstellung „Kultur bezeichnet die Gesamtheit der geistigen und künstlerischen Ausdrucksformen“. Ich glaube wir dürfen aufgrund der guten Resonanz der Besucher sagen, wir haben an diesem Sonntag ein gutes Stück Kultur ge- und erlebt. Und wie gesagt schade, schade für diejenigen, welche uns nicht besucht haben. Aber im nächsten Jahr gibt es wieder einen Kulturtreff. Und schon jetzt möchte ich alle Mitbürgerinnen und Mitbürger einladen, uns zu besuchen. Vielleicht möchten Sie sogar selbst die Möglichkeit nutzen, eigene Werke zu präsentieren. Dann setzen Sie sich bitte mit Markus Wodopia Tel. (0 62 22) 7 04 81 in Verbindung.
Kultur braucht ihren Platz, daher der Dank an die Gemeinde für das Überlassen des Rathausnebengebäudes für unseren Kulturtreff. Das hier keine Perlen vor die Säue geworfen wurden, dürfte unser Bürgermeister Herr Weis bei seiner Stippvisite festgestellt haben. Kultur verbindet, einen besonders herzlichen Dank daher auch an die katholische Gemeinde, welche uns freundlicherweise Bänke und Tische zur Verfügung stellten.
Klaus-Peter Steininger

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