„Regionale Wirtschaft stärken!“ – Kurzbericht zum Fachteil der Veranstaltung

Veröffentlicht am 23.09.2026 in Aus dem Parteileben

Die Veranstaltung „Regionale Wirtschaft stärken!“ am 18. September im Bürgerhaus war bereits durch die Gliederung und Organisation in einen Veranstaltungsteil für eine Fach- und eine breite Öffentlichkeit ein Experiment. Immerhin waren rund 35 Gäste bereits in diesem für Experten ausgewiesenen Teil anwesend. Vertreterinnen und Vertreter aus Verwaltung (u.a. drei BürgermeisterInnen der Region), Wissenschaft, Wirtschaft und Politik konnten teilhaben am Praxiswissen des früheren Kämmerers der Stadt Karlsruhe, Prof. Dr. Uwe Hochmuth, der 12 Gründerzentren bzw. Gewerbezentren von Karlsruhe und ihre jeweiligen Besonderheiten vorstellte. Einen Teil dieser Zentren konnte er während seiner Amtszeit umsetzen, daher war auch mit den Finanzierungs- und Rechtsfragen bestens vertraut. Eines der Zentren, das „Gewerkhaus,“ wurde erst im Juli dieses Jahr eröffnet und ermöglicht Gründern aus verschiedenen Handwerksbereichen in acht verschiedenen Werkstatttypen (Holz, Metall, IT, …) mit Flächen von 50 bis 130 qm für 6 € / qm für einen Zeitraum von fünf Jahren (mit der Option einer Verlängerung von zwei Jahren) einen Start in die Selbständigkeit. Die weiteren Gründerzentren gehen teilweise zurück bis in die 1980er Jahre und haben mittlerweile die zweite oder gar dritte Generation unter ihrem Dach bzw. in ihrem Hof (z.B. Gewerbehof / Freihof). Der wirtschaftliche Erfolg für die Stadt und die gesamte Region ist unübersehbar.

Zum besonderen Charme dieser Gründerzentren zählt sicher, dass sie in ihrer Größe, Branchenzuordnung und ihrer Kombination mit weiteren Funktionen sich den jeweiligen Anforderungen und Wünschen in den Gemeinden anpassen lassen. Attraktiv ist beispielsweise eine Verknüpfung der (Gründer-)Werkstätten mit Repair-Cafés, Jugendwerkstätten oder mit Kultureinrichtungen.

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Mit der Vorstellung dieser unterschiedlichen Typen von Gründerzentren konnten die Initiatoren Rebecca Opluschtil und Dr. Michael Mangold bereits im ersten Teil der Veranstaltung deutlich machen: Wir befinden uns zwar in einer schwierigen Zeit der wirtschaftlichen Veränderung, aber wir sind gut beraten unsere Aufmerksamkeit auf Ideen, Lösungen und bereits erfolgreiche Projekte für eine Stärkung der regionalen Wirtschaft zu richten! Dabei ging es insbesondere um Gründer von Unternehmen und um günstige Bedingungen für ihre Entwicklung, weniger um die Bestandspflege von bereits etablierten Unternehmen. Wie von den Gästen zu hören war, besteht jedoch auch in diesem Teil der Wirtschaftsförderung ein Bedarf um den man sich intensiver kümmern sollte.

Die Forscherkollegen vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) und dem Institut für Folgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS) konnten den Veranstaltungsteil für Experten abrunden. Dr. Volker Stelzer und der Volkswirt Jürgen Kopfmüller verwiesen auf das enorme Entwicklungspotenzial im Bereich der erneuerbaren Energien und auf die unverzichtbare Grundlage aller Wirtschaftsförderprojekte durch Nachhaltigkeit in Planung, Umsetzung und Betrieb. Der Veranstaltungsteil konnte daher mit einem großen Gewinn an Erkenntnissen und praktischen Anregungen zur Umsetzung auch in unserer Region abgeschlossen werden, bevor der zweite Teil von „regionale Wirtschaft stärken!“ für ein breiteres Publikum beginnen konnte. Der Bericht hierzu wird in der nächsten Ausgabe fortgesetzt.

Für die SPD: Dr. Michael Mangold

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