SPD Dielheim mit 1. Preis im Mitgliederwettbewerb „Lebendiger Ortsverein“ ausgezeichnet

Veröffentlicht am 05.04.2018 in Kreisverband

Kreisparteitag der SPD Rhein-Neckar in der Dielheimer Kulturhalle

Luisa Boos fordert Grundsicherung für Kinder

Der SPD-Kreisverband Rhein-Neckar ist einer von 43 Kreisverbänden der SPD in Baden-Württemberg und mit rund 3100 Mitgliedern, die in 54 Ortsvereinen organisiert sind, der mitgliederstärkste im Ländle. In Dielheim fand am 17. März die Jahreshauptversammlung des Kreisverbandes statt, zu der man die Generalsekretärin der baden-württembergische SPD, Luisa Boos, als Rednerin eingeladen hatte. Marissa Dietrich, stellvertretende Kreisvorsitzende, begrüßte die anwesenden Genossinnen und Genossen und zeigte sich sehr angetan von der organisatorischen Vorbereitung, von der Wegbeschreibung bis zum Catering durch den ausrichtenden SPD-Ortsverein Dielheim.

Dielheims Bürgermeister Thomas Glasbrenner richtete als Gast und „Hausherr“ auch ein paar Worte an die Anwesenden. Mit Schmunzeln wurde seine Bemerkung aufgenommen, dass die Straßen nicht wegen des Kreisparteitages so außerordentlich gründlich gereinigt wurden, vielmehr sei die „Baustelle Autobahn“ dafür verantwortlich). Er freue sich, dass man eine solche Veranstaltung auch einmal in Dielheim abhalte, wünschte einen angenehmen Verlauf und verfolgte als interessierter Zuhörer die weitere Debatte.

Auch der SPD-Ortsvereinsvorsitzende Gerhard Engelsberger begrüßte in seinen Grußworten die vielen anwesenden Mitglieder und empfahl die kulinarischen Angebote, die die Mitglieder und Freunde des Ortsvereins vorbereitet hatten.

„Die Ortsvereine bilden die Grundlage der politischen Organisation in der SPD und sind erste Ansprechpartner für das Mitmachen in unserer Partei. Aber auch auf der Ebene des Kreises gibt es zahlreiche Mitwirkungsmöglichkeiten. Sei es in den unterschiedlichen Arbeitsgemeinschaften oder in den Themenwerkstätten“, bewarb der Kreisvorsitzende Thomas Funk die Arbeit der Sozialdemokraten.

„Um wieder stark zu werden, muss sich die SPD vor allem inhaltlich und personell erneuern“, fordert Generalsekretärin Luisa Boos bei ihrem Eingangsstatement. Für eine bessere SPD reiche es nicht, Strukturen zu verbessern. Die Meinungsbildung müsse in der SPD wieder stärker von unten nach oben funktionieren. „Wir haben in den vergangenen Jahren zentrale Konflikte nicht geklärt und Zukunftsdebatten gescheut“. Das müsse sich „radikal“ ändern. Als Beispiel nannte sie das Thema Kinderarmut. „Wir sind ein reiches Land, aber wir haben Armut in Deutschland. Nur indem wir das Kindergeld erhöhen, werden wir das Problem nicht lösen“. Es käme bei den am stärksten betroffenen Kindern nicht einmal an. Ein Neustart zur Absicherung von Kindern wäre eine „Kindergrundsicherung“, schlug Boos vor.

„Die SPD im Ländle hat ihre Hausaufgaben gemacht“, sagte der Schwetzinger Landtagsabgeordnete Daniel Born. In der Opposition arbeite sie an einem Programm, das sich zum Ziel gesetzt habe, Baden-Württemberg positiv zu gestalten und das Leben der Menschen besser zu machen. Born zufolge habe die SPD das, was Grüne und CDU in der Regierung vermissen lasse: „Eine Idee und ein Gespür dafür, wie die Menschen in unserem Land leben könnten, wie eine Gesellschaft von Morgen in Baden-Württemberg aussehen könnte“.

Große Versäumnisse von Seiten der grün-schwarzen Regierung sieht der Kreisvorsitzende der AG 60plus, Norbert Theobald, im Themenfeld der Bildungsgerechtigkeit und der damit korrelierenden Chancengleichheit. „Das System muss sich nach dem Kind ausrichten und nicht umgekehrt“, so der Bildungsexperte. Weiter fordert die SPD Rhein-Neckar in einem Antrag, der in Dielheim beschlossen wurde, dass Ganztagsschulen im Land mit mehr Mitteln und Fachpersonal ausgestattet werden müssten, sowie eine Aufwertung des Betreuungsangebotes stattfinden soll.

Neben den Wahlen zu verschiedenen Kommissionen auf Kreisebene wählten die etwa 130 anwesenden Mitglieder die Delegierten zu den Landesparteitagen der SPD Baden-Württemberg, bei denen sie die zahlenmäßig stärkste Delegation stellt.

Der stellvertretende Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Dielheim, Leonard Grünberg, kam bei seiner ersten Kandidatur auf einen aussichtsreichen Platz bei den Nachrückern und schaffte bei der Wahl für die Delegierten für den Kleinen Landesparteitag auf Anhieb den Sprung in die Delegation. Jaric Krumpholz und Klaus-Peter Steininger aus Dielheim sind ebenso Nachrücker für den Landesparteitag im Spätjahr, bei der ein neuer Landesvorstand gewählt wird.

Der SPD-Ortsverein Dielheim freute sich an diesem Tag nicht nur über viele Gäste, sondern auch über den 1. Preis im Mitgliederwettbewerb des Kreisverbandes. In der Kategorie der kleinen Ortsvereine hatte er im vergangenen Jahr – also noch vor dem allgemeinen Mitgliederboom in diesem Frühjahr – die meisten Eintritte zu verzeichnen.

Alexander Lucas

Foto: Hans-Joachim Janik

 

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Unser Abgeordneter im Deutschen Bundestag

für uns im Bundestag

18.06.2018 09:08
Berliner Zeilen 9/18.
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde, so etwas habe ich auch noch nicht erlebt: Sitzungsunterbrechung am gestrigen Donnerstag für mehrere Stunden, weil CDU und CSU getrennt (!) über ihren Kurs in der Migrations- und Flüchtlingspolitik beraten wollten. Auf den Gängen konnte man heftige Auseinandersetzungen innerhalb der Reihen unseres Koalitionspartners in aller Öffentlichkeit miterleben. Es bewahrheitet sich, was ich im Dezember schon der Rhein-Neckar-Zeitung gesagt habe: "Die Union tut doch nur

Die Mitglieder der SPD-Bundestagsfraktion haben mich zu ihrem neuen Sprecher für Migration und Integration ernannt. Integration heißt für mich, dass alle Menschen gut zusammenleben. Dafür müssen wir auch alle Menschen im Blick haben. Je besser es uns gelingt, dass sich alle Menschen von der Politik wahrgenommen fühlen, desto größer ist auch das Verständnis, wenn wir uns um Einzelne besonders kümmern müssen. Direkt nach der Wahl habe ich eine Berliner Schule

30.05.2018 15:57
Berliner Zeilen 8/18.
Liebe Genossinnen und Genossen, liebe Freundinnen und Freunde, gestern war Sondersitzung des Innenausschusses zu den aktuellen Vorwürfen gegen das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge. Auch Horst Seehofer war da. Er sagte, von nun an gelte Qualität vor Quantität, vorher habe Quantität vor Qualität gegolten, wenn es um die Antragsbearbeitung ging. Ich habe schon 2016 gesagt, dass das kein Gegensatz sein darf und wir das Amt dabei unterstützen müssen, beides leisten zu