Zur diesjährigen politischen Weinprobe des SPD Ortsvereins Dielheim begrüßte der Vorsitzende Markus Wodopia die Mitglieder mit Partnerinnen, Partnern und Kindern im Gewölbekeller des Rathausnebengebäudes.
Besonders herzlich begrüßte er für den politischen Teil den Bürgermeister von Neulußheim, Gerhard Greiner sowie Karin Hassfeld als Gemeinderätin und Kreistagskandidatin aus Mühlhausen-Tairnbach und für die Weinprobe Gerlinde und Karl-Friedrich Krämer vom Dielheimer Weingut "Goldene Gans".
Seit dem Jahr 2001 veranstaltet die Dielheimer SPD eine politische Weinprobe. Die Resonanz zeigt nach Ansicht von Wodopia immer wieder, dass dies ein geeigneter Rahmen ist, um sich auch einmal in geselliger Runde mit Politik auseinander zu setzen. Gerade bei der Vielzahl der Informationen, die heute über die Medienlandschaft auf die Menschen einwirken, sei ein solcher direkter Austausch der Meinungen mit engagierter Diskussion wichtig.
Jetzt werden auch die Programme der SPD für die Wahlen am 13. Juni 2004 diskutiert. Deshalb sei jetzt die richtige Zeit, um die richtigen Themen zu positionieren und auch die Kandidaten zu präsentieren. Sozialdemokratische Kommunalpolitiker in Ortschafts-, Gemeinderat und Kreistag sowie Europaabgeordnete zeigen ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern: hier stehen Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten, die sich für das Allgemeinwohl einsetzen und für die SPD kandidieren.
So habe man nicht nur für Ortschafts- sowie Gemeinderat sondern auch für den Kreistag eine attraktive Liste, auf der neben Karin Hassfeld und Josef Blum auch Wodopia kandidiere.

In seinem anschließenden Vortrag zeigte sich der Bürgermeister und Kreisrat Gerhard Greiner als exzellenter Fachmann für die den Kreis und die Kommunen angehenden Themen.
Rasante Veränderungen kennzeichnen nach seinen Worten unsere Zeit: Beispielsweise der Wandel von der Industriegesellschaft zur Dienstleistungs- und Wissensgesellschaft. Angesichts des zunehmenden ökonomischen und beruflichen Leistungsdrucks werde die Debatte um soziale Wärme und ihre politische Gestaltung ein großes Zukunftsthema werden.
Die Demokratie brauche deshalb Menschen, die sich auch um diese Aufgaben kümmern. Männer und Frauen, die Zeit in dieses bürgerschaftliche Engagement investieren.
Sozialdemokratische Kommunalpolitik müsse heute den im Spannungsfeld zwischen der "großen Politik" und der Individualisierung aufbrechenden Konflikten begegnen. Sie müsse gesellschaftlichen Zusammenhalt in den Gemeinden stärken und eine Identität schaffen. Sie trage dafür Sorge, dass alle gesellschaftlichen Gruppen an den Chancen der Zukunft teilhaben können.
Um so mehr, da Gemeinden und Kreise gegenwärtig in einer Finanzkrise stehen. Einbrüche bei den Steuereinnahmen, explodierende Ausgaben im Sozialbereich prägten das Bild. Politische Gestaltungsmöglichkeiten seien deshalb kaum noch gegeben, in absehbarer Zeit werde den Kommunen zur Lösung ihrer Probleme nicht wesentlich mehr Geld zur Verfügung stehen.
Natürlich können die Kommunen nicht die Welt verbessern. Aber die SPD werde die Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger suchen, die gesellschaftlichen Kräfte am Ort bündeln und so die Voraussetzung für neue gesellschaftliche Strukturen zu schaffen.
Insofern könne der finanzielle Mangel auch zur Chance werden: Indem wir uns auf Wesentliches und Notwendiges besinnen und beschränken. Und indem wir unsere Gemeinden in diesem Prozess unterscheidbar machen und das, was an besonderen Chancen, an städtebaulichen Merkmalen und kultureller Spezialisierung vorhanden ist, zur Individualität entwickeln.
Kommunale und lokale Politik habe die größte Nähe zu den konkreten Problemen und Bedürfnissen der Menschen und sei Ihnen gegenüber direkt verantwortlich. Sie müsse Antwort auf Herausforderungen geben und die Zukunft in unseren Gemeinden aktiv gestalten helfen: Kommunalpolitik lebe dann nicht von der Hand in den Mund.
Er wünschte der Dielheimer SPD weiterhin viel Erfolg bei der Arbeit und dabei, diese Lösungsansätze zu finden, und beendete seinen Vortrag mit einem Zitat von Willy Brandt: "Nur wenig ist von Dauer, darum besinnt euch auf eure Kraft und darauf, dass jede Zeit eigene Antworten will und man auf ihrer Höhe zu sein hat, wenn Gutes bewirkt werden soll."

Im Anschluss an Gerhard Greiners Worte führte Karl-Friedrich Krämer wieder gekonnt und mit großem Fachwissen durch die Weinprobe. Ob Weißburgunder oder Riesling, ob Kerner, Scheurebe oder Rotwein - sowohl das Probieren der Kraichgauer Weine als auch die Erläuterungen zu den Weinen waren wieder ein Genuss.
Über die Weine wurde genauso diskutiert wie über die aktuellen politischen Themen.
So konnte sich der Ortvereinsvorsitzende Markus Wodopia am Ende Veranstaltung bei den Anwesenden für ihr Kommen, bei Gerhard Greiner für seinen Redebeitrag und bei Gerlinde und Karl-Friedrich Krämer für eine gelungene Weinprobe bedanken.
Markus Wodopia